Während die Remake-Trilogie von Final Fantasy VII die Serie modernisiert, bleiben einige wichtige Kapitel bis heute schwer zugänglich. Eines davon schlummert seit zwei Jahrzehnten auf der PS2 – und wartet geduldig auf seine zweite Chance.
Ein Spiel, das nie weiterziehen durfte
Die Rede ist von Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII. Der Ableger erschien vor rund 20 Jahren exklusiv für die PlayStation 2 und ist bis heute nie neu aufgelegt worden. Kein Remaster, kein Port, kein digitales Wiedersehen. Dabei spielt das Spiel eine entscheidende Rolle für die Lore des Final-Fantasy-VII-Universums.
Im Mittelpunkt steht Vincent Valentine – ein Charakter, der lange ein Geheimtipp war und erst durch neuere Spiele wieder stärker ins Rampenlicht rückte. Die Handlung setzt nach den Ereignissen von Final Fantasy VII an und beleuchtet Konsequenzen, die im Original nur angerissen wurden. Gerade für Lore-Fans ist Dirge of Cerberus damit mehr als nur ein kurioser Ableger.
Warum Crisis Core Vorrang hatte
Dass Square Enix zunächst Crisis Core: Final Fantasy VII neu aufgelegt hat, ist dennoch nachvollziehbar. Crisis Core fungiert als Prequel und dreht sich um Zack Fair: eine Figur, die in der Remake-Trilogie deutlich mehr Raum erhält als im Original zuvor. Inhaltlich fügt sich das Spiel daher nahtlos in die aktuelle Veröffentlichungsstrategie ein.
Dirge of Cerberus hingegen spielt nach dem Hauptspiel. Creative Director Tetsuya Nomura erklärte bereits, dass eine Neuauflage mitten in der Remake-Trilogie für neue Spieler verwirrend sein könnte. Aus Marketingsicht ein valider Punkt – aus Fan-Sicht jedoch ein schmerzhafter Aufschub.

Die unerwartete Rückkehr über Ever Crisis
Ganz abgeschrieben ist das Spiel aber nicht. Im Free-to-play-Titel Final Fantasy VII: Ever Crisis widmet sich Square Enix der gesamten FF7-Compilation. Nachdem dort zuletzt die Crisis-Core-Inhalte abgeschlossen wurden, kündigte der Publisher nun neue Inhalte zu Dirge of Cerberus an.
Noch ist unklar, wie umfangreich dieses Comeback ausfällt. Aktuell ist lediglich von einem „Event“ die Rede. Einige Fans befürchten zeitlich begrenzte Inhalte, andere hoffen auf vollwertige Story-Kapitel. Fest steht: Zum ersten Mal seit Jahren rückt Dirge of Cerberus wieder in den Fokus.
Wusstet ihr schon?
- Dirge of Cerberus: Final Fantasy VII ist der einzige große FF7-Ableger, der nie remastered oder portiert wurde.
- Vincent Valentine wurde ursprünglich als optionaler Charakter in Final Fantasy VII eingeführt und entwickelte sich später zum Fanliebling.
- Die „Compilation of Final Fantasy VII“ umfasst mehrere Spiele, Filme und Novellen, die gemeinsam das Universum erweitern.
- Final Fantasy VII: Ever Crisis dient Square Enix als Plattform, um ältere FF7-Inhalte modernisiert neu zugänglich zu machen.
Verdient dieses Spiel ein echtes Comeback?
Die Diskussion ist eröffnet. Für viele von euch dürfte Dirge of Cerberus ein verstaubtes PS2-Spiel im Regal sein – oder ein weißer Fleck in der eigenen FF7-Erfahrung. Gerade deshalb fühlt sich das aktuelle Interesse wie eine überfällige Wiedergutmachung an. Ob ein vollständiges Remaster oder Remake folgt, bleibt offen. Doch schon die Rückkehr in Ever Crisis zeigt: Square Enix hat den Titel nicht vergessen. Vielleicht ist das erst der Anfang – und Vincent Valentine bekommt endlich die zweite Chance, die ihm seit 20 Jahren zusteht.



Schreibe einen Kommentar