Mehr als Titanic und La La Land: Neuer Oscar-Rekord sorgt für Aufsehen

Ein Film schreibt Oscar-Geschichte: Mit einer nie dagewesenen Zahl an Nominierungen lässt ein ungewöhnliches Vampirdrama selbst legendäre Rekordhalter alt aussehen – und bringt frischen Wind in die Award-Saison.

Mehr als Titanic und La La Land: Neuer Oscar-Rekord sorgt für Aufsehen

📅

✍️

⏱️

2–3 Minuten

📚

Wenn selbst langjährige Oscar-Rekorde plötzlich wackeln, wissen wir: Hier passiert gerade etwas Besonderes. Kurz vor der 98. Oscar-Verleihung sorgt ein Film für kollektives Staunen – und zwingt uns, die Geschichtsbücher der Filmakademie neu zu sortieren.

Ein Rekord, der Filmgeschichte schreibt

Mit satten 16 Oscar-Nominierungen geht Blood & Sinners als klarer Favorit ins Rennen. Das musikalische Vampir-Südstaatendrama von Ryan Coogler übertrifft damit bisherige Rekordhalter wie Titanic, La La Land und Alles über Eva, die jeweils „nur“ auf 14 Nominierungen kamen.

Blood and Sinners übertrifft bisherige Oscar-Rekorde
Blood and Sinners übertrifft bisherige Oscar-Rekorde

Zwar hat sich die Anzahl der Oscar-Kategorien im Laufe der Jahrzehnte immer wieder leicht verändert, doch der neue Bestwert bleibt beeindruckend. Noch nie zuvor wurde ein einzelner Film in so vielen Kategorien gleichzeitig nominiert. Für Coogler ist das nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein starkes Signal dafür, dass ungewöhnliche Stoffe bei der Academy zunehmend Gehör finden.

Die Konkurrenz bleibt stark – aber chancenlos?

Ganz allein steht „Blood & Sinners“ an der Spitze allerdings nicht. Ebenfalls stark vertreten ist One Battle after Another mit 13 Nominierungen. Dahinter folgen Frankenstein, Marty Supreme und Sentimental Value mit jeweils neun Nennungen. Das zeigt: Das Oscar-Jahr 2026 ist kein Selbstläufer, sondern ein dicht gedrängtes Rennen. Trotzdem gilt der neue Rekordhalter für viele Branchenbeobachter als der Film, den es zu schlagen gilt. Ob sich die Vielzahl an Nominierungen am Ende auch in Trophäen auszahlt, bleibt jedoch abzuwarten – Oscar-Geschichte kennt schließlich genug Favoriten, die am Ende leer ausgingen.

Staraufgebot vor und hinter der Kamera

Auch schauspielerisch ist das Jahr prominent besetzt. Zu den Nominierten zählen unter anderem Timothée Chalamet, Leonardo DiCaprio, Michael B. Jordan, Ethan Hawke, Jessie Buckley, Emma Stone und Kate Hudson. Das unterstreicht, wie hochkarätig das Teilnehmerfeld in diesem Jahr ist.

Wusstet ihr schon?

  • Der bisherige Rekord von 14 Oscar-Nominierungen wurde gleich von drei Filmen gehalten: Alles über Eva, Titanic und La La Land.
  • Die Anzahl der Oscar-Kategorien wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach angepasst, was Rekordvergleiche erschwert.
  • Musikalische Filme schneiden bei den Oscars traditionell besonders gut ab, da sie in vielen technischen und künstlerischen Kategorien nominiert werden können.
  • Ryan Coogler gehört zu den wenigen Regisseuren, die sowohl im Blockbuster- als auch im Arthouse-Bereich große Erfolge feiern.

Deutsche Hoffnungen: klein, aber vorhanden

Für deutsche Filmfans fällt die Bilanz gemischt aus. Der Film In die Sonne schauen von Regisseurin Mascha Schilinski schaffte es nicht in die finale Nominierungsrunde. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter ist mit seiner Musik zum Drama Hamnet für den Oscar nominiert.

Am 15. März 2026 werden wir in Hollywood erfahren, ob der Rekordfilm seine historische Vorlage vergolden kann – oder ob die Academy am Ende doch für eine Überraschung sorgt. Fest steht schon jetzt: Dieses Oscar-Jahr wird in Erinnerung bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert