Leesa Gazi verfilmt Tagores „Shasti“ mit internationalem Cast Psychodrama aus Dhaka startet Produktion

Leesa Gazi bringt „Shasti“ von Rabindranath Tagore als zeitgenössisches Psychodrama auf die Leinwand – mit einem internationalen Team und einem prominenten Cast aus Bangladesch. Die Dreharbeiten starten im Herbst in Dhaka.

Leesa Gazi verfilmt Tagores „Shasti“ mit internationalem Cast Psychodrama aus Dhaka startet Produktion

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Rabindranath Tagores Kurzgeschichte „Shasti“ bekommt eine neue Filmadaption – und zwar von der bangladeschischen Regisseurin Leesa Gazi. Ihr modernes Psychodrama erzählt von Intrigen und öffentlicher Hetze in der heutigen Gesellschaft, gedreht wird demnächst in Dhaka.

Tagores „Shasti“ als moderner Psychothriller

Leesa Gazi, die mit ihrem gefeierten Debütfilm A House Named Shahana Filmgeschichte schrieb, gilt als eine der wichtigsten Stimmen des modernen Kinos in Bangladesch. Als erste Regisseurin des Landes, deren Werk für die Oscar-Einreichung ausgewählt wurde, lenkte sie bereits früh internationale Aufmerksamkeit auf ihre Arbeit.

Mit ihrem neuen Projekt Shasti widmet sich Gazi erneut einer Literaturverfilmung. Grundlage ist die gleichnamige Kurzgeschichte des Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore aus dem Jahr 1893, die sie in ein zeitgenössisches Psychodrama überträgt. Im Mittelpunkt steht der rätselhafte Tod der Influencerin Lucky. Schnell gerät ihre Schwägerin Meera unter Verdacht und wird zum Ziel einer gnadenlosen öffentlichen Vorverurteilung.
Was folgt, ist eine mediale Hetzjagd, begleitet von einem manipulierten Gerichtsverfahren, das tief verwurzelte Machtstrukturen offenlegt. Shasti verhandelt dabei hochaktuelle Themen wie Machtmissbrauch, familiäre Abhängigkeiten, Betrug sowie die gefährliche Kollision zwischen öffentlicher Meinung und privatem Leid.
Die Verfilmung versteht sich nicht als klassische Nacherzählung der Vorlage, sondern als moderne Interpretation. Leesa Gazi verknüpft reale Ereignisse mit digitaler Wahrnehmung und stellt die Frage, wie Wahrheit entsteht, wenn soziale Medien, Gerüchte und emotionale Dynamiken das Urteil der Gesellschaft formen.

Barir Naam Shahana | A House Named Shahana | Official Trailer | Leesa Gazi | Aanon Siddiqua
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Internationales Team und prominente Besetzung

Die Produktion vereint ein internationales Ensemble und mehrere Produktionsfirmen aus Bangladesch, Australien und weiteren Ländern. Neben Leesa Gazi selbst als Regisseurin und Produzentin sind unter anderem Abid Aziz Merchant und Apoorva Bakshi mit an Bord. Vor der Kamera stehen bekannte Schauspieler:innen aus Bangladesch wie Pori Moni und Chanchal Chowdhury in den Hauptrollen. Unterstützt werden sie von Aanon Siddiqua, Arka Das, Kazi Ruma und Kamrunnahar Munni. Die kreative Leitung umfasst unter anderem Alex Unai als Kameramann und Tania Rahman als Casting Director und Line Producer. Die Produktion startet im Oktober und November 2026 in Dhaka. Dieses Projekt ist für deutsche Arthouse-Kinos und Festivals besonders interessant, da es eine klassische literarische Vorlage in ein modernes Setting überträgt und dabei gesellschaftlich relevante Themen behandelt.

Wusstest du schon…?

… , dass der kommende Film „Shasti“ von Leesa Gazi nicht ihr Debütwerk ist? Ihr vorheriger Spielfilm „A House Named Shahana“ war ein Meilenstein: Er war die erste Film-Einreichung aus Bangladesch von einer Regisseurin in der Kategorie „Best International Feature“ bei den Oscars (98. Academy Awards) ein bedeutender Schritt für das Land im internationalen Kino

Warum „Shasti“ jetzt relevant ist

Leesa Gazi beschreibt ihren Film als Ausdruck einer „Dringlichkeit und Unruhe“, die unsere Zeit prägt. „Shasti“ reflektiert die Spannungen zwischen dem Sichtbaren und Verborgenen, dem Realen und Digitalen, und zeigt, wie gesellschaftliche Machtstrukturen und Geschlechterrollen heute aufeinandertreffen, ohne einfache Antworten zu liefern. Der Film setzt sich mit gesellschaftlichen Fragen zu psychischer Gesundheit, öffentlicher Verurteilung und moralischer Spannung auseinander. Co-Produzent:innen wie Apoorva Bakshi und Faisal Gazi heben hervor, dass „Shasti“ durch sein starkes erzählerisches Fundament und die intensive Charakterarbeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Angesichts der globalen Diskussionen um Medienmanipulation und soziale Gerechtigkeit dürfte das Drama auch international auf viel Aufmerksamkeit stoßen.

Für euch als Filmfans bedeutet das: Ein packender, tiefgründiger Psychothriller von einer der spannendsten Nachwuchsregisseur:innen Südasiens, der nicht nur cineastisch überzeugt, sondern auch gesellschaftliche Debatten anstößt. Die Kombination aus Tagores literarischem Erbe und einem zeitgenössischen Setting macht „Shasti“ zu einem Film, den ihr auf dem Schirm behalten solltet – gerade auch für den Arthouse- und Festivalbereich in Deutschland. Aktuelle Infos gibt es aktuell nur aus einer Quelle, weitere Details zu Release und Verwertung bleiben abzuwarten.

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