Wenn ihr dachtet, Mittelerde müsste sich neu erfinden, um noch einmal relevant zu sein, dann irrt ihr euch gewaltig. Der kommende Kinofilm rund um Gollum schlägt einen anderen Weg ein. Statt alles auf Anfang zu setzen, vertraut das Projekt auf das, was diese Welt einst so besonders gemacht hat: vertraute Figuren, vertraute Gesichter und eine klare Verankerung in der bekannten Geschichte.
Gandalf bleibt Gandalf und genau das ist der Plan
Eine der größten Bestätigungen für diesen Ansatz ist die Rückkehr von Ian McKellen als Gandalf. Mit 86 Jahren steht der Schauspieler erneut vor der Kamera und beschreibt selbst mit sichtbarem Vergnügen, dass sich an Gandalfs Erscheinung nichts ändern wird. Spitzhut, Bart, Nase, Augenbrauen und Schnurrbart gehören weiterhin fest dazu.
Und genau hier liegt die Stärke dieser Entscheidung. Der Film will Gandalf nicht neu interpretieren oder modernisieren. Er will ihn so zeigen, wie ihr ihn kennt. Dadurch fühlt sich die Rückkehr nicht wie Fanservice an, sondern wie eine natürliche Fortsetzung innerhalb der bestehenden Welt.
Die Geschichte bleibt fest in der bekannten Zeitlinie verankert
Auch erzählerisch bleibt Mittelerde auf vertrautem Terrain. Die Handlung von Die Jagd auf Gollum spielt während der Ereignisse der ursprünglichen Trilogie. Sie beginnt mit Bilbos Verschwinden an seinem 111. Geburtstag und endet mit der Gründung der Gemeinschaft des Rings.
Damit bewegt sich der Film über einen Zeitraum von rund 17 Jahren, der bisher nur angerissen wurde. Für euch bedeutet das: keine widersprüchlichen Neuerzählungen, keine alternativen Versionen, sondern eine Ergänzung der bekannten Geschichte. Genau das macht den Film spannend, denn er füllt Lücken, ohne den Kern anzutasten.
Alte Rollen statt neuer Gesichter
Auch hinter der Kamera bleibt vieles vertraut. Andy Serkis führt nicht nur Regie, sondern schlüpft erneut selbst in die Rolle von Gollum. Peter Jackson ist als Produzent beteiligt und soll dieses Mal deutlich mehr Einfluss nehmen als bei früheren Ablegern.
Weitere Rückkehrer sind zumindest im Gespräch. Elijah Wood gilt als sehr wahrscheinlicher Kandidat für ein Wiedersehen mit Frodo, darf sich dazu aber offiziell noch nicht äußern. Bei Aragorn sieht es hingegen eher düster aus, während Orlando Bloom mehrfach klargemacht hat, dass Legolas für ihn untrennbar mit seiner Person verbunden ist.
Drehstart, Kinostart und ein kleiner Wermutstropfen
Die Dreharbeiten sollen im Juli 2026 in Neuseeland beginnen. Was nach Sommer klingt, bedeutet dort allerdings Winter. Ian McKellen kommentierte das augenzwinkernd und zeigte sich nicht ganz begeistert von Wind und Wetter. Der Kinostart ist für den 16. Dezember 2027 angesetzt.
Bis dahin ist noch Geduld gefragt. Doch schon jetzt zeigt sich, dass dieser Film nicht auf schnelle Effekte oder moderne Trends setzt. Stattdessen vertraut er auf Kontinuität, Respekt vor dem Original und die Kraft einer Welt, die ohne Reboot immer noch funktioniert. Mittelerde bleibt sich treu und genau deshalb fühlt sich diese Rückkehr so richtig an.
Wusstet ihr schon?
Ian McKellen ist nicht der einzige Schauspieler aus der Original Trilogie, der mehrfach betont hat, dass er nur unter sehr klaren Bedingungen nach Mittelerde zurückkehren würde. Sowohl er als auch Andy Serkis machten in Interviews deutlich, dass ein erneuter Auftritt nur Sinn ergibt, wenn die Geschichte zeitlich und erzählerisch wirklich zur Peter Jackson Trilogie passt. Genau deshalb spielt Die Jagd auf Gollum bewusst innerhalb der bekannten Ereignisse und nicht in einer alternativen Zeitlinie.
Quellen
- FILMSTARTS.de: Ian McKellen kehrt als Gandalf zurück
- The Hollywood Reporter: Ian McKellen on returning as Gandalf
- Deadline: Andy Serkis directs The Hunt for Gollum
- Empire: Peter Jacksons Rolle bei Die Jagd auf Gollum
- PC Games – Herr der Ringe-Legende kehrt tatsächlich zurück: Ian McKellen beschreibt sympathisch wie Gandalf im neuen Kinofilm aussieht



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