Während viele große Genrevertreter noch auf Updates warten oder sich im Winterschlaf befinden, erlebt ein Nischenprojekt gerade seinen großen Moment. Und vielleicht fragt ihr euch jetzt, welches Spiel so viele Menschen plötzlich zurück in seine Welt lockt.
Neue Rekorde für Project Gorgon
Die Antwort lautet Project: Gorgon. Das Oldschool Sandbox MMORPG hat am 15. Februar 2026 laut SteamDB einen neuen Höchstwert von über 3.800 gleichzeitigen Spielern erreicht. Bereits am 8. Februar lag der Rekord bei fast 3.500. Für ein Indie Projekt sind das beachtliche Zahlen. Seit 2018 lief das Spiel im Early Access auf Steam eher unter dem Radar. Am 29. Januar 2026 erklärten die Entwickler den Early Access offiziell für beendet. Offenbar war genau das das Signal für viele, noch einmal reinzuschauen oder dem Spiel erstmals eine Chance zu geben.
Inhalte statt Hype
Was macht das Spiel so besonders? Vor allem seine kompromisslose Oldschool Haltung. In Project Gorgon gibt es keine blinkenden Questmarker und kein ständiges Händchenhalten. Ihr lest Quests selbst, sucht Ziele eigenständig und müsst euch euren Weg durch die Welt erarbeiten.
Das Spiel setzt auf eine enorme Skill Vielfalt. Vom Käse herstellen bis zur Alkohol Toleranz könnt ihr nahezu alles trainieren. Manche Spieler berichten sogar davon, sich plötzlich in ein Tier verwandelt wiederzufinden und dann feststellen zu müssen, dass der Heiler nicht mit Hirschen spricht. Solche Momente sorgen für Geschichten, die man nicht so schnell vergisst.
Begeisterung und Frust liegen nah beieinander
In Foren wie Reddit häufen sich positive Stimmen. Ein Spieler schreibt, er habe seine Rückerstattung von Ashes of Creation direkt in Project Gorgon investiert und bereue es keine Sekunde. Andere berichten von zwölf Stunden am Stück und schließen sogar freiwillig ein optionales Abo ab. Doch das Spiel polarisiert. Die Grafik wirkt veraltet, Animationen sind teils schwerfällig und auch Bugs gehören für manche zum Alltag. Gerade wer moderne Themenpark MMORPGs gewohnt ist und per Taste direkt zum nächsten Raid sprinten möchte, wird hier schnell an seine Grenzen stoßen.
Ein Nischenhit mit klarer Zielgruppe
Project Gorgon bleibt ein Nischen MMORPG. Genau das ist jedoch seine Stärke. Statt allen gefallen zu wollen, konzentriert es sich auf Spieler, die Erkundung, Tiefe und Eigeninitiative schätzen. Hilfe kommt hier eher von der Community als vom Interface. Wenn ihr also Lust habt, euch wieder wie in den frühen Tagen des Genres zu fühlen und nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommen möchtet, dann könnte dieser Überraschungserfolg genau euer Ding sein. 2026 zeigt damit einmal mehr, dass Leidenschaft und kluge Spielmechaniken manchmal stärker sind als jedes Marketingbudget.
Wusstet ihr schon?
- Project: Gorgon startete bereits 2018 im Early Access auf Steam und wurde von einem sehr kleinen Entwicklerteam aufgebaut. Die Entwicklung wurde teilweise durch eine Kickstarter Kampagne und eine enge Community Begleitung finanziert.
- Das Spiel gehört klar zum Subgenre der Sandbox MMORPGs. Anders als klassische Themenpark Vertreter verzichtet es bewusst auf stark geführte Questlinien und setzt stattdessen auf Eigeninitiative, Erkundung und ein offenes Skill System.
- Laut SteamDB erreichte Project Gorgon im Februar 2026 mit über 3.800 gleichzeitigen Spielern einen neuen Höchststand. Für ein Nischen MMORPG ohne großes Marketingbudget ist das ein beachtlicher Erfolg.
- Ashes of Creation befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Einige Spieler berichten deshalb davon, ihre Rückerstattungen in andere Titel investiert zu haben, unter anderem in Project Gorgon.



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