Habt ihr in den vergangenen Tagen auch die hitzigen Debatten rund um die technischen Hürden von Borderlands 4 verfolgt? Viele Fans der verrückten Kammerjäger zeigten sich nach dem letzten großen Release ernüchtert. Wenn die erhoffte Fortsetzung auf dem heimischen Rechner stottert, wünscht man sich schnell eine zugänglichere Alternative. Genau hier setzt eine Entwicklung an, die selbst gut informierte Branchenkenner auf dem falschen Fuß erwischt hat. Statt großer Pressekonferenzen wählten die Verantwortlichen einen flüsterleisen Start für ihr neuestes Werk. Doch was verbirgt sich hinter diesem stillen Launch? Um zu verstehen, warum dieser Schritt für die Zukunft des Franchises wegweisend sein könnte, müssen wir einen Blick auf die beteiligten Studios werfen. Die Lösung für den aktuellen Hunger nach Beute findet sich nämlich an einem Ort, den viele von euch täglich in der Hosentasche tragen.
Ein unerwarteter Schritt für die Kammerjäger
Das Publisher Duo aus 2K und dem Mobile Spezialisten Zynga hat ohne Vorwarnung den Titel Borderlands Mobile in die App Stores gebracht. Aktuell handelt es sich bei diesem Namen noch um einen Arbeitstitel. Das Projekt befindet sich in einer frühen Testphase und wird als sogenannter Soft Launch erprobt. Für die authentische Umsetzung holten sich die Entwickler das Studio Gearbox Software mit ins Boot. Die Schöpfer der Originalreihe steuern wichtige Elemente wie das Design und die Hintergrundgeschichte bei.
Als ich neulich die Nachrichten auf dem Smartphone durchging, traute ich meinen Augen kaum, als das vertraute Logo in einem mobilen Store auftauchte. Der Schritt auf mobile Endgeräte ist für eine traditionsreiche Shooter Marke immer eine kleine Gratwanderung. Durch die enge Einbindung von Gearbox soll jedoch sichergestellt werden, dass der typische Humor nicht verwässert. Momentan ist der Testlauf regional stark begrenzt. Lediglich Spieler in den USA mit einem iOS fähigen Gerät von Apple dürfen sich in das Getümmel stürzen.
Altbekannte Mechaniken auf dem Touchscreen
Wer befürchtet hat, dass die komplexe Mechanik für das Handy stark vereinfacht wird, darf laut aktuellen Informationen aufatmen. Die Kernschleife aus Schießen, Beute sammeln und Ausrüstung verbessern bleibt laut Berichten von Fachportalen wie buffed vollständig intakt. Zeitlich ordnet sich die Handlung dieses Free to Play Titels ungefähr parallel zu den Ereignissen von Borderlands 3 ein. Ihr durchstreift die postapokalyptische Welt, sammelt verrückte Schusswaffen mit zufallsgenerierten Werten und stellt euch feindlichen Gruppen.
Euch erwarten vertraute Widersacher wie gefräßige Skags, aggressive Banditen und imposante Bossgegner. Neben der klassischen Kampagne bietet der Ableger auch bekannte Herausforderungen wie den Überlebensmodus Circle of Slaughter. Zum Start der amerikanischen Testphase steht euch allerdings nur eine einzige spielbare Klasse zur Verfügung. Ihr betretet die staubigen Wüsten vorerst ausschließlich als Summoner. Die Entwickler planen jedoch bereits, die Charakterauswahl in naher Zukunft durch regelmäßige Updates zu erweitern.
Wie geht es nach dem amerikanischen Test weiter?
Ein breiterer Release für den europäischen Markt sowie für Android Nutzer ist fest in der Planung der Entwickler verankert. Die zügige Umsetzung dieser Pläne hängt jedoch maßgeblich vom Feedback der aktuellen Testspieler ab. Wenn die ersten Serverdaten positiv ausfallen und die Steuerung auf dem Touchscreen überzeugt, dürfte einer globalen Veröffentlichung unter einem neuen finalen Namen bald nichts mehr im Wege stehen.
Diese vorsichtige Herangehensweise ist auf dem mobilen Markt durchaus üblich und sinnvoll. Sie gibt den Machern die nötige Zeit, Serverkapazitäten zu prüfen und das Wirtschaftssystem des Spiels auszubalancieren. Sollte das Experiment glücken, bekommt die Community eine kostenlose und spaßige Alternative für zwischendurch, während die großen Konsolenableger in Ruhe weiter optimiert werden können.
Wie steht ihr zu diesem plötzlichen Sprung auf das Smartphone? Werdet ihr dem mobilen Loot Shooter eine Chance geben oder spielt ihr eure Action Rollenspiele lieber weiterhin klassisch mit Controller sowie Maus und Tastatur? Teilt eure ehrliche Meinung gerne mit uns unten in den Kommentaren!
Über die Autorin – Ivy Snow
Ivy Snow ist seit über 20 Jahren in virtuellen Welten zu Hause. Ihre Leidenschaft für Videospiele entflammte im Alter von acht Jahren, als sie ihren ersten Game Boy Color samt der legendären Pokémon Gelben Edition in den Händen hielt. Heute schlägt ihr Gamer-Herz besonders für die strategische Tiefe taktischer Rollenspiele wie der Fire Emblem-Reihe. Wenn sie nicht gerade auf dem digitalen Schlachtfeld Züge plant, verliert sie sich am liebsten in den epischen Geschichten von JRPGs, erkundet weitläufige Open-World-Titel wie Avowed oder würfelt in Pen-and-Paper-inspirierten Meisterwerken wie Baldur’s Gate 3 um das Schicksal ihrer Party.
Danke fürs Lesen!
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