Asus schickt die beliebte ROG-Phone-Serie in den Ruhestand und setzt stattdessen auf einen ganz neuen Fokus: KI-gesteuerte Roboter und smarte Brillen. Was hinter diesem radikalen Strategiewechsel steckt und warum gerade Gaming-Fans jetzt aufmerksam sein sollten, erfahrt ihr hier.
Das Ende der ROG-Phone-Ära bei Asus
Asus hat offiziell bekanntgegeben, dass die Produktion seiner Smartphones eingestellt wird. Besonders die ROG-Phone-Serie, die seit 2018 mit High-End-Prozessoren und Gaming-Zubehör wie Lüftermodulen und Controllern für Aufsehen sorgte, wird nicht mehr fortgesetzt. Obwohl die Geräte hierzulande vor allem in Medien und Communitys Aufmerksamkeit erzeugten, erreichte Asus nie einen signifikanten Marktanteil, der in öffentlich verfügbaren Statistiken separat ausgewiesen wurde. Das Aus betrifft nicht nur die Gaming-Handys, sondern die gesamte Smartphone-Sparte.
Wusstest du schon…?
…, dass Asus im Geschäftsjahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 738,91 Milliarden Taiwan-Dollar (etwa 20 Milliarden €) erzielte – ein Wachstum von über 26 % gegenüber dem Vorjahr? Einen großen Anteil daran hatte laut Unternehmensangaben und Berichten das stark wachsende KI-Server- und KI-Hardware-Geschäft, das sogar sein Wachstumsziel von 100 % übertraf.
CEO Shi Chongtang betonte, dass es sich nicht um eine bloße Aussetzung handelt Asus verlässt den Smartphone-Markt vorerst komplett. Die zuvor kursierenden Gerüchte, Asus würde nur 2026 keine neuen Modelle veröffentlichen, wurden damit übertroffen.
Fokus auf „physische KI“: Roboter und KI-Brillen im Mittelpunkt
Der Konzern richtet seine Ressourcen nun auf zwei Hauptbereiche: den kommerziellen PC-Markt und sogenannte „physische KI“-Produkte. Darunter versteht Asus vor allem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Robotik sowie im Bereich KI-Brillen. Die Expertise, die bisher in der Smartphone-Entwicklung steckte, soll in diese neuen Technologien einfließen. Im Kern geht es also um eine Verschiebung vom klassischen Mobilgerät hin zu intelligenten, physischen Geräten, die KI nutzen, um den Nutzern neue Interaktionen und Automatisierungen zu ermöglichen. Konkrete Produktbeispiele fehlen bislang Asus hat bisher keine Details zu geplanten Robotern oder KI-Brillen veröffentlicht.
Was bedeutet das für Gaming-Fans und Smartphone-Nutzer?
Für alle, die auf die Gaming-Power und das Zubehör der ROG-Phones gesetzt haben, ist das eine bittere Nachricht. Asus war zwar nie ein Massenplayer im Smartphone-Geschäft, doch die ROG-Geräte galten als Nischenfavoriten für Gamer, die auf hohe Leistung und spezielle Features Wert legen. Mit dem Aus der Serie entfällt eine der wenigen Optionen für High-End-Gaming-Smartphones aus Taiwan.

Für Nutzer in Deutschland bedeutet das, dass Asus künftig nicht mehr als Smartphone-Anbieter auftritt und die bekannten Geräte keine Nachfolger erhalten. Gleichzeitig eröffnet sich die spannende Frage, wie sich der Markt für physische KI-Produkte entwickeln wird, hier könnte Asus mit seinen neuen Robotik- und KI-Brillen-Angeboten neue Akzente setzen. Allerdings stehen bisher noch viele Details aus, sodass sich die Community gedulden muss, bis Asus konkrete Pläne vorstellt.
Asus verabschiedet sich von Smartphones, um sich auf die Zukunft der KI-Technologie zu konzentrieren, ein Schritt, der viele überrascht, aber auch neue Perspektiven eröffnet. Ob und wie die neuen physische-KI-Produkte den Markt erobern, bleibt abzuwarten. Bis dahin heißt es für ROG-Phone-Fans: Abschied nehmen von einer kleinen, aber feinen Gaming-Ära.
Quellen
- ComputerBase: R.I.P. ROG Phone – Asus entwickelt künftig AI-Roboter statt Smartphones
- heise.de: AutoML – Wie KI lernt, sich selbst zu optimieren
- heise.de: Kosten und Nutzen von KI-Initiativen realistisch abschätzen
- Interesting Engineering: Asus verabschiedet sich vom Smartphone-Markt
- WebProNews: Asus stoppt neue Smartphones und setzt auf KI und Robotik



Schreibe einen Kommentar