Wenn ihr dachtet, die Design-Landschaft würde ewig im Adobe-Abo-Bann bleiben, dann überrascht euch 2025 vielleicht am meisten: Affinity wird kostenlos, erweitert seine Funktionen und zeigt, dass professionelle Tools nicht zwingend 40 € im Monat kosten müssen. Und genau da steigen wir ein.
Ein kostenloses Profi-Tool – und das nicht als Lockangebot
Als Canva verkündete, dass Affinity komplett kostenlos wird, hat wohl so mancher Designer erst einmal geprüft, ob das ein verspäteter Aprilscherz ist. Aber nein: Die Kernfunktionen aller drei Apps – Photo, Designer und Publisher – sind tatsächlich frei nutzbar.
Ihr bekommt also professionelle Bildbearbeitung, Vektorwerkzeuge und Layout-Funktionen, ohne auch nur einen Cent zahlen zu müssen. Im Vergleich zu Photoshop, das noch immer tief im Abo-Modell steckt, wirkt das wie eine kleine Revolution.
Natürlich gibt es auch hier ein Pro-Modell, aber selbst die Gratisversion bietet bereits Features, die weit über das hinausgehen, was frühere Testversionen erlaubten. Kleiner Wermutstropfen: Einige KI-Funktionen sind noch eingeschränkt – aber das ist für Freeware absolut verschmerzbar.
Wusstet ihr schon?
Die neue Version von Affinity wurde am 30. Oktober 2025 offiziell veröffentlicht – an genau dem Tag, an dem Canva verkündete, dass das Design-Werkzeug „für immer kostenlos“ sein würde. Diese Änderung betrifft nicht nur das früher kostenpflichtige Toolkit, sondern führt Designer*innen erstmals zu einem Abo-freien Modell, das selbst Datei-Kompatibilität mit Photoshop-Formaten liefert.
Was Canva damit zu tun hat – und warum das so wichtig ist
Canva, das bisher eher für schnelle Präsentationen und Social-Media-Grafiken bekannt war, hat mit Affinity plötzlich eine ernstzunehmende Profi-Plattform im Portfolio.
Ihr könnt Projekte aus Canva in Affinity öffnen – und umgekehrt. Das bedeutet: Entwürfe werden portable, Workflows flexibler, und ihr müsst endlich nicht mehr zwischen zig Tools hin- und herspringen.
Positiv: Die Integration funktioniert überraschend sauber. Negativ: Manche Features sind noch in der Beta, was gelegentlich für Ruckler sorgt.
Dennoch: Diese Kombination macht es möglich, mühelos zwischen Einsteiger- und Pro-Level zu wechseln, ohne dass man zwei komplett verschiedene Systeme lernen muss.
Warum Photoshop wirklich ins Schwitzen kommen könnte
Adobe lebt vom Abo-Modell – und viele Nutzer sind seit Jahren genervt davon. Affinity dagegen bleibt Abo-frei. Die Software fühlt sich schneller an, startet in Sekunden und hat bei vielen Aufgaben merklich kürzere Ladezeiten.
Dazu kommen Funktionen wie non-destruktive Workflows, erweiterte Vektortools und KI-gestützte Features, die sich direkt mit Photoshops Werkzeugkasten messen können.
Aber natürlich gibt es Grenzen: Photoshop ist nach wie vor stärker bei automatisierten KI-Arbeitsabläufen und bietet Jahrzehnte an Plug-ins. Affinity hingegen punktet mit Klarheit, Geschwindigkeit und einem Preis, der nicht zu schlagen ist – kostenlos ist eben kostenlos.
Für wen lohnt sich der Umstieg – und wer sollte warten?
Wenn ihr viel mit Fotobearbeitung, Vektorillustration oder Layouts arbeitet und gerade keine Lust auf steigende Abo-Kosten habt, ist Affinity die logischste Wahl. Die Tools sind intuitiv, schnell und durch Canva ergänzbar.
Für Profi-Studios, die tief in Adobe-Ökosysteme integriert sind, lohnt sich der Wechsel vielleicht nicht auf Anhieb. Komplexe Photoshop-Aktionen oder spezielle Plug-ins fehlen noch, auch wenn die Kompatibilität zu PSD-Dateien mittlerweile beeindruckend gut ist.
Doch für Solo-Designer, Kleinunternehmen, Social-Creatives und alle, die gerade erst starten, ist Affinity ein echtes Geschenk.
Fazit
Ihr seht schon: Der Markt wird kräftig durchgeschüttelt. Affinity tritt selbstbewusst auf, kombiniert die Power professioneller Tools mit dem Komfort von Canva – und bleibt dabei völlig kostenlos.
Photoshop wird dadurch nicht verschwinden, aber der Platz an der Spitze ist plötzlich nicht mehr so sicher wie früher.
Für euch heißt das: ausprobieren, testen, vergleichen – und vielleicht das erste Mal seit Jahren das Gefühl haben, wirklich frei gestalten zu können. 🎨✨



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