Von Fans geliebt, von vielen ignoriert: Diese MCU-Serie verdient ein Comeback

Manche Serien verschwinden schneller aus dem Gespräch, als sie es verdient hätten. Eine MCU-Produktion hat mit Mut, Stil und Magie überrascht – und wurde dennoch viel zu früh beiseitegelegt. Zeit, sie noch einmal ins Rampenlicht zu holen.

Von Fans geliebt, von vielen ignoriert: Diese MCU-Serie verdient ein Comeback

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Es ist leicht, Marvel Einfallslosigkeit vorzuwerfen. Explosion hier, Multiversum da, Abspann mit Teaser inklusive. Doch zwischendrin gibt es Ausreißer, die zeigen, was möglich ist, wenn Kreative freie Hand bekommen. Genau so ein Fall ist Agatha All Along – eine Serie, die viele übersehen haben, obwohl sie eigentlich laut „Schaut mich an!“ ruft.

Vom Nebencharakter zur Antiheldin

Kennengelernt habt ihr Agatha Harkness erstmals in WandaVision. Dort gab sie sich als schrullige Nachbarin aus, bevor sie als Strippenzieherin mit musikalischem Knall enttarnt wurde. Die Nummer „Agatha All Along!“ ging viral – und legte den Grundstein für ihr eigenes Spin-off.

Die Serie setzt direkt nach den Ereignissen von WandaVision an. Agatha befreit sich von Wandas Zauber und will zurück zu alter Stärke. Dafür stellt sie einen Hexenzirkel zusammen und begibt sich auf den sagenumwobenen „Weg der Hexe“. Klingt nach klassischem Fantasy-Setup? Ist es auch – aber mit ordentlich Ecken, Kanten und schwarzem Humor.

Hexenmythos mit modernem Anstrich

Statt auf typische Superheldenformeln setzt Agatha All Along auf Atmosphäre. Zwischen sphärischen Gesängen, echten Gruselmomenten und ironischen Spitzen entsteht ein moderner Hexenmythos, der sich angenehm vom MCU-Einheitsbrei abhebt.

Die Serie springt mutig zwischen Genres und Ästhetiken: mal düsterer Nordic-Noir, mal 2000er-Hausfrauen-Drama, dann wieder 70er-Jahre-Bandfilm. Das wirkt nie zufällig, sondern wie ein bewusstes Spiel mit Erwartungen. Marvel beweist hier, dass Stil nicht nur Beiwerk sein muss, sondern erzählerisches Werkzeug sein kann.

Ein Cast, der sichtbar Spaß hat

Im Zentrum steht Kathryn Hahn, die Agatha als bissige, verletzliche und herrlich egoistische Antiheldin spielt. Ihr Timing sitzt, ihre Präsenz trägt jede Szene – kein Wunder, dass viele Fans sie längst als eine der besten MCU-Figuren feiern.

Unterstützt wird sie von Aubrey Plaza als Agathas Ex-Partnerin mit Emo-Aura und Joe Locke als einzigem Mann im Hexenzirkel. Die Dynamik stimmt, die Chemie auch – und genau das macht den Reiz des Ensembles aus.

Warum die Serie mehr Aufmerksamkeit verdient

Trotz starker Ideen, positiver Resonanz und eines Platzes unter den besten Fantasy-Serien des Jahrtausends blieb Agatha All Along ein Geheimtipp. Vielleicht, weil sie nur eine Staffel bekam. Vielleicht, weil sie sich weigerte, typische MCU-Abkürzungen zu nehmen.

Dabei korrigiert die Serie gleich mehrere Dauerprobleme des Franchises: Sie traut sich düstere Töne, setzt auf konsequente Ästhetik und erzählt eine abgeschlossene Geschichte mit echtem Twist. Auch ohne zweite Staffel bleibt sie im Gedächtnis – und genau das schaffen nicht viele Serien.

Perfekt für den nächsten Rewatch

Wenn ihr Lust auf etwas Mystisches habt, das nicht nach Schema F funktioniert, solltet ihr Agatha All Along noch einmal eine Chance geben – oder sie endlich entdecken. Gerade an kalten Abenden entfaltet die Serie ihren Zauber besonders gut. Der Abspann allein macht Lust auf Tee, Kerzenlicht und vielleicht einen eigenen Hexenpunsch. Den ganzen Zauber gibt’s im Streaming-Abo auf Disney+.

Wusstet ihr schon?

  • Agatha All Along schaffte es trotz nur einer Staffel auf Platz 35 der besten Fantasy-Serien des Jahrtausends in mehreren Redaktionsrankings. Besonders gelobt wurden der konsequente Stilbruch zum restlichen MCU und die Mischung aus Grusel, Humor und Musical-Elementen.
  • Außerdem gilt Kathryn Hahns Darstellung von Agatha Harkness für viele Fans als eine der besten Antagonistinnen-Leistungen im Marvel-Universum. Ihre Rolle war ursprünglich deutlich kleiner geplant – wurde aber nach dem Erfolg von WandaVision massiv ausgebaut.

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