Auch im Serienbereich zeigt sich die Film- und Serienproduktion in Großbritannien 2025 äußerst robust. Insgesamt starteten 168 High-End-TV-Produktionen Mit einem Rekordbudget von über 9 Milliarden Dollar zeigt die UK-Industrie, dass sie trotz sinkender Kinobesuche alles andere als ins Stocken geraten ist.
Rekordausgaben für Film und High-End-TV in Großbritannien
Im Jahr 2025 erreichten die Ausgaben für Film- und High-End-TV-Produktionen im Vereinigten Königreich einen neuen Höchststand. Nach aktuellen Zahlen des British Film Institute beliefen sich die Investitionen auf 6,8 Milliarden Pfund, was rund 9,24 Milliarden US-Dollar entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 22 Prozent und zugleich der dritthöchste Jahreswert seit Einführung der britischen Steuervorteile im Jahr 2013.
Besonders stark entwickelte sich die Spielfilmproduktion, die mit 3,8 Milliarden US-Dollar um 31 Prozent gegenüber 2024 zulegte. Auch der Bereich High-End-TV verzeichnete weiteres Wachstum: Die Ausgaben stiegen um 17 Prozent auf 5,43 Milliarden US-Dollar. Damit bestätigt sich der Trend, dass Großbritannien seine Position als einer der wichtigsten Produktionsstandorte für Film und Serien weiter ausbaut.
Blockbuster und Indie-Hits: Von „Wicked: For Good“ bis „The Roses“
Die britischen Filmcharts wurden 2025 von A Minecraft Movie angeführt. Der Titel erreichte 77,3 Millionen US-Dollar und belegte damit den Spitzenplatz bei den Kinoeinspielergebnissen in Großbritannien und Irland. Dahinter folgten mehrere in Großbritannien produzierte Filme, darunter Wicked: For Good mit 63,8 Millionen US-Dollar sowie Bridget Jones: Mad About the Boy mit 63 Millionen US-Dollar.
Auch Jurassic World: Dominion zählt weiterhin zu den Top 10 der UK-Produktionen. Im Bereich der unabhängigen britischen Filme führte The Roses mit 13,9 Millionen US-Dollar die Einnahmenliste an, gefolgt von We Live In Time und The Salt Path. Die Zahlen zeigen, dass sich neben großen Blockbustern auch kleinere Produktionen erfolgreich am britischen Kinomarkt behaupten können.
Wusstest du schon…?
…Laut Branchenanalysen profitieren nicht nur Londoner Studios: Auch regionale Produktionszentren in Wales, Schottland und Nordengland verzeichnen starkes Wachstum durch Serienformate für Streamingplattformen.
Kinobesuche sinken trotz Umsatzplus Herausforderungen für die Branche
Trotz des anhaltenden Produktionsbooms ist der Kinobesuch in Großbritannien weiterhin rückläufig. Die gesamten Kinoeinspielergebnisse stiegen 2025 zwar leicht auf 1,35 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Dennoch liegen die Einnahmen noch immer 21 Prozent unter dem Niveau von 2019, also vor der Pandemie.
Deutlicher zeigt sich der Trend bei den Besucherzahlen: Sie sanken um 2 Prozent auf 123,5 Millionen Kinobesuche und liegen damit rund 30 Prozent unter dem Wert von 2019. Ben Roberts, Chef des British Film Institute, spricht zwar von einer weiterhin „starken Lust aufs Kino“, weist jedoch auf den anhaltenden wirtschaftlichen Druck für die Branche hin. Für Produzenten, Verleiher und Kinobetreiber – auch in Deutschland – sind diese Entwicklungen relevant, da sie langfristig Einfluss auf Koproduktionen, Verleihstrategien und die internationale Auswertung haben können.
Internationale Produktionen dominieren UK als globaler Produktionsstandort
2025 entfielen rund 85 Prozent der Ausgaben für Film- und High-End-TV-Produktionen in Großbritannien auf sogenannte Inward-Investment-Projekte. Gemeint sind internationale Produktionen, die mit ausländischem Kapital finanziert, aber vor Ort im Vereinigten Königreich gedreht werden. Zu den bekanntesten Beispielen zählen Emerald Fennells Neuverfilmung von Wuthering Heights mit Margot Robbie, Sam Mendes’ geplante Beatles-Filmreihe mit Harris Dickinson sowie das Marvel-Sequel Avengers: Doomsday der Russo-Brüder mit Chris Hemsworth.
Rein britische Produktionen spielen finanziell eine kleinere Rolle, prägen jedoch weiterhin die kreative Vielfalt des Standorts. Dazu zählen unter anderem Georgia Oakleys Sense and Sensibility mit Daisy Edgar-Jones sowie Shane Meadows’ Chork. Sie stehen exemplarisch für eine lebendige lokale Filmszene, die trotz internationaler Dominanz präsent bleibt.
Hinweis zum Datenschutz: Dieses Video ist im datenschutzfreundlichen „Lyte-Modus“ eingebettet. Erst beim aktiven Anklicken wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt und Daten übertragen. Weitere Informationen findet ihr in unserer Datenschutzerklärung.
Erfolgreiche Serien mit britischem Drehstart
Auch bei Serien läuft es rund: 168 High-End-TV-Produktionen starteten 2025 in Großbritannien, mit einem Gesamtbudget von 5,48 Milliarden Dollar. Die meisten dieser Produktionen; 81 Prozent; stammen von ausländischen Investoren. Erfolgreiche Serien sind unter anderem „Slow Horses“ (Staffeln 7 und 8), „Vision Quest“, „Outlander: Blood of My Blood“ und die erste Staffel der „Harry Potter“-Serie. Lokale Produktionen wie „Blue Lights“ (Staffel 3) und „A Woman of Substance“ ergänzen das Angebot.
Mit diesen Zahlen unterstreicht Großbritannien seine Rolle als globaler Hotspot für Film- und Serienproduktionen und auch wenn der Kinobesuch zurückgeht, bleibt die Branche für euch als Fans spannend und vielfältig.



Schreibe einen Kommentar