Star Trek wagt den Neustart: Diese neue Serie ist ganz anders als erwartet

Eine neue Generation betritt die Bühne des Star-Trek-Universums. Statt Brücke und Befehlsgewalt stehen Ausbildung, Selbstfindung und große Gefühle im Fokus – und genau das sorgt aktuell für Gesprächsstoff unter Fans.

Star Trek wagt den Neustart: Diese neue Serie ist ganz anders als erwartet

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Nach vier Jahren Serienpause meldet sich Star Trek mit einem Projekt zurück, das bewusst mit Erwartungen bricht. Star Trek: Starfleet Academy startet am 15. Januar bei Paramount+ – und verpasst dem traditionsreichen Franchise einen deutlichen Kurswechsel. Statt erfahrener Captains begleitet ihr diesmal junge Kadett:innen auf ihrem Weg in die Sternenflotte.

Ein Blick in die ferne Zukunft

Zeitlich katapultiert euch die Serie weit nach vorne: ins 32. Jahrhundert. Rund 800 Jahre nach Picard, Janeway und Co. befindet sich die Föderation noch immer im Wiederaufbau. Eine galaxieweite Katastrophe hat tiefe Spuren hinterlassen, die Sternenflotte sortiert sich neu – und öffnet erstmals seit über einem Jahrhundert wieder ihre Akademie.

Schauplatz ist das futuristische San Francisco mit der legendären Sternenflottenakademie und dem neuen Übungsschiff USS Athena. Hier treffen Hoffnung, Unsicherheit und ambitionierte Träume aufeinander. Starfleet Academy nutzt dieses Setting, um Star Trek aus einem frischen Blickwinkel zu erzählen: weniger Befehlsketten, mehr Findungsphase.

Star Trek trifft Coming-of-Age

Im Mittelpunkt stehen junge Erwachsene, die noch nicht wissen, wer sie einmal sein wollen – außer vielleicht „Teil der Sternenflotte“. Die Serie verbindet klassische Sci-Fi-Elemente mit Coming-of-Age-Themen: Freundschaften entstehen, Rivalitäten flammen auf, erste Lieben und große Zweifel inklusive. Einstiegsfigur ist der verwilderte Caleb Mir, gespielt von Sandro Rosta. Sein Leben war bisher alles andere als geordnet, bis Holly Hunter als Captain und Akademie-Kanzlerin Nahla Ake ihm eine zweite Chance gibt. Der Weg vom Straßenleben zum Kadetten ist steinig – und emotional überraschend nahbar.

Chaotischer Start, klarer Kurs

Der Serienbeginn wirkt bewusst überladen: viele Figuren, viel Humor, viele neue Ideen. Nicht alles greift sofort ineinander. Doch genau wie die Kadett:innen selbst findet auch die Serie mit jeder Folge besser zu sich. Bald dominieren episodische Standalone-Abenteuer, die unterschiedliche Figuren ins Rampenlicht rücken.

Mal geht es um diplomatische Entscheidungen mit echten Konsequenzen, mal um ein moralisches Dilemma mit Klingonen, Betazoiden oder sogar holografischen Lebensformen. Starfleet Academy zeigt dabei, dass Star Trek auch mit leichterem Ton ernsthafte Themen verhandeln kann – Empathie schlägt hier weiterhin rohe Gewalt.

Alte Werte, neuer Ton

Trotz aller Modernisierung bleibt das Herz von Star Trek spürbar. Diversität und Queerness sind selbstverständlicher Teil der Zukunftsvision, das Ensemble ist vielfältig besetzt. Nostalgische Easter Eggs – besonders für Fans von Deep Space Nine – sorgen für kleine Aha-Momente.

Unterstützt werden die jungen Kadett:innen von prominentem Lehrpersonal: Robert Picardo kehrt als holografischer Doktor zurück, während Tig Notaro als Jett Reno trocken kommentiert, was andere nicht auszusprechen wagen. Starfleet Academy ist anders – aber nicht respektlos gegenüber dem Erbe.

Für wen lohnt sich der Neustart?

Wenn ihr Star Trek bisher gemieden habt, weil euch jahrzehntelanger Kanon abgeschreckt hat, ist das hier euer Einstiegspunkt. Vorwissen ist nicht nötig. Wer hingegen eine strenge, militärische Akademie erwartet, könnte sich anfangs reiben. Doch gebt der Serie Zeit. Starfleet Academy wächst, lernt und findet ihren Platz – genau wie ihre Figuren. Und vielleicht ist genau das der mutigste Schritt, den Star Trek aktuell gehen konnte.

Wusstet ihr schon?

  • Star Trek: Starfleet Academy ist die erste Realserie des Franchise, die sich konsequent auf junge Kadett:innen konzentriert und damit bewusst das klassische Captain-und-Brücke-Schema verlässt.
  • Außerdem spielt die Serie im 32. Jahrhundert, weiter in der Zukunft als jede andere Star-Trek-Produktion zuvor. Damit nutzt sie denselben Zeitrahmen wie Star Trek: Discovery, geht erzählerisch aber einen deutlich leichteren, episodischeren Weg.

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