NASA erwägt Evakuierung eines erkrankten Crewmitglieds von der ISS

Ein bislang unbekanntes Crewmitglied der Internationalen Raumstation ist erkrankt. NASA verschob deshalb einen Weltraumspaziergang und erwägt eine medizinische Evakuierung mit einer SpaceX Crew Dragon-Kapsel.

NASA erwägt Evakuierung eines erkrankten Crewmitglieds von der ISS

📅

Veröffentlicht

✍️

Autor:in

⏱️

Lesezeit

2–3 Minuten

📚

Kategorie

Lust auf mehr kreative, spannende und informative Beiträge? Dann werde Teil unserer Community und verpasse nichts mehr!
Folge uns auf:

Bei der Internationalen Raumstation ISS gibt es offenbar einen medizinischen Notfall: Ein Crewmitglied ist erkrankt, was zu einer Verschiebung eines geplanten Weltraumspaziergangs führte. NASA erwägt nun erstmals, das Team möglicherweise früher zur Erde zurückzubringen.

Medizinischer Notfall auf der ISS – Weltraumspaziergang verschoben

Die NASA hat am Mittwoch einen für den Folgetag geplanten Weltraumspaziergang auf der Internationalen Raumstation verschoben. Grund ist ein medizinisches Problem bei einem einzelnen Crewmitglied, das aber stabil ist. Die Agentur gab keine Details zur Erkrankung oder zur Identität des Betroffenen bekannt – aus Gründen des medizinischen Datenschutzes. Solche Verschiebungen sind selten, aber nicht beispiellos: Im Jahr 2021 wurde ein Außenbordeinsatz wegen eines eingeklemmten Nervs ebenfalls verschoben.

Evakuierung mit SpaceX Crew Dragon als Option

Die betroffene Crew ist Teil der Mission Crew-11, die im August mit einer SpaceX Crew Dragon-Kapsel startete. Zu den Astronauten zählen Zena Cardman, Mike Fincke, Kimiya Yui und Oleg Platonov. NASA prüft aktuell, ob die Mission vorzeitig beendet und das Team mit der Crew Dragon zurück zur Erde gebracht werden soll – das wäre eine Premiere in der Raumfahrtgeschichte, da bislang noch nie eine medizinische Evakuierung vom Orbit angeordnet wurde. Die Dragon-Kapsel ist bereit für eine Rückkehr und könnte mit einem Neustart der Mission bis Mitte Februar zur Erde zurückkehren. Die Landung würde im Pazifik erfolgen, wo ein spezialisiertes SpaceX-Bergungsteam bereitsteht.

Symbolbild vom Andockmanöver
NASA erwägt Evakuierung eines erkrankten Crewmitglieds von der ISS

Auswirkungen auf ISS-Besatzung und deutsche Perspektive

Sollte die Crew-11-Mission vorzeitig enden, bleiben auf der ISS weiterhin NASA-Astronaut Chris Williams und zwei russische Kosmonauten zurück, die im November mit einer Sojus-Kapsel angekommen sind. Sie verfügen über eigene Rückkehrmöglichkeiten. Für die deutschsprachige Raumfahrt-Community ist das Thema besonders spannend, weil es zeigt, wie komplex medizinische Notfälle im All gehandhabt werden – und wie eng internationale Zusammenarbeit für Sicherheit an Bord der ISS funktioniert. Konkrete Auswirkungen für Deutschland sind aktuell nicht bekannt, da kein deutsches Crewmitglied betroffen ist. Dennoch unterstreicht der Vorfall die Bedeutung von Notfallplänen und technischer Kooperation im internationalen Raumfahrtprogramm.

Wusstet ihr schon…?,

… dass Astronaut:innen auf der ISS medizinisch nicht nur überwacht, sondern auch selbst geschult sind, kleinere medizinische Eingriffe durchzuführen? Für Notfälle gibt es detaillierte Telemedizin-Protokolle, bei denen Ärzt:innen auf der Erde live unterstützen – inklusive Ultraschalluntersuchungen, die von den Crewmitgliedern selbst durchgeführt werden. Eine echte medizinische Evakuierung aus dem Orbit wurde bislang allerdings noch nie notwendig.

Was bedeutet das für Fans der Raumfahrt?

Der Vorfall wirft spannende Fragen auf: Wie gut sind Astronauten medizinisch im All geschützt? Welche Technik ermöglicht eine schnelle Evakuierung? Und wie reagiert NASA auf unvorhergesehene Situationen, ohne die Mission zu gefährden? Für Fans ist es ein seltener Einblick in die Herausforderungen der bemannten Raumfahrt. Die bevorstehende Entscheidung, ob die Crew-11 vorzeitig zurückkehrt, bleibt spannend – Updates sind innerhalb der nächsten 24 Stunden zu erwarten. So zeigt sich, dass Raumfahrt nicht nur von technischen Höchstleistungen lebt, sondern auch von Flexibilität und Teamarbeit in Krisen.

Aktuell gibt es keine Hinweise, dass ein deutsches Raumfahrzeug oder eine deutsche Astronautin betroffen sind, daher fehlen hier spezifische Entitäten wie deutsche Missionen oder Astronauten aus dem Input. Die Hauptakteure bleiben die NASA, SpaceX mit der Crew Dragon und die internationale ISS-Besatzung.

Quellen

Kommentar verfassen