Jüdische Literaturtage in der Buchhandlung zum Wetzstein 2026

Die Jüdischen Literaturtage der Freiburger Buchhandlung zum Wetzstein finden 2026 vom 18. bis 22. Januar statt. Kuratiert von Susanne Bader und Björn Siller, bieten sie ein facettenreiches Programm mit Lesungen, Gesprächen und Musik rund um jüdische Literatur und Kultur.

Jüdische Literaturtage in der Buchhandlung zum Wetzstein 2026

📅

Veröffentlicht

✍️

Autor:in

⏱️

Lesezeit

3–4 Minuten

📚

Kategorie

Lust auf mehr kreative, spannende und informative Beiträge? Dann werde Teil unserer Community und verpasse nichts mehr!
Folge uns auf:

Die Jüdischen Literaturtage Buchhandlung sind zurück: Vom 18. bis 22. Januar 2026 steht die Freiburger Buchhandlung zum Wetzstein wieder ganz im Zeichen jüdischer Literatur und Kultur. Das von Susanne Bader und Björn Siller kuratierte Programm verspricht spannende Begegnungen, vielseitige Lesungen und musikalische Highlights.

Vielfältiges Programm mit Musik und Literatur

Die Jüdischen Literaturtage der Buchhandlung zum Wetzstein beginnen am Sonntag, den 18. Januar 2026, mit einer besonderen Matinee. Zum Auftakt präsentiert Ektoras Tartanis, Komponist und Chefdirigent der Niederbayerischen Philharmonie, am Klavier seine neuen Vertonungen von Gedichten des berühmten jüdischen Lyrikers Paul Celan. Im anschließenden Gespräch mit Susanne Bader gibt er darüber hinaus persönliche Einblicke in sein künstlerisches Schaffen. Damit bildet die Matinee einen stimmungsvollen Einstieg in die fünftägige Veranstaltungsreihe.

Am darauffolgenden Montag, dem 19. Januar, um 19 Uhr, rückt anschließend die Neuauflage der Autobiografie Unter einem fremden Stern von Lotte Paepcke in den Mittelpunkt des Programms. Zu diesem Anlass lädt die Buchhandlung Ursula Paepcke, die Enkelin der Autorin, ein. Gemeinsam sprechen sie nicht nur über das Leben der 1910 in Freiburg geborenen Schriftstellerin, sondern auch über ihre persönliche Geschichte sowie den literarischen und zugleich historischen Kontext ihres Werks. Dabei fließen außerdem individuelle Erinnerungen und darüber hinaus familiäre Perspektiven in das Gespräch ein.

Insgesamt bietet die Veranstaltung somit einen eindrucksvollen Zugang zu jüdischer Geschichte, Erinnerungskultur und literarischem Vermächtnis. Zugleich verspricht sie tiefe, persönliche Einblicke, die bewusst über klassische Buchvorstellungen hinausgehen.

Literatur und Zeitgeschichte im Fokus

Der Dienstag (20. Januar 2026) ist mit zwei Veranstaltungen besonders dicht gepackt. Mittags um 12:30 Uhr steht die Musikalische Mittagspause auf dem Programm – ein beliebtes Format der Buchhandlung, das hier erstmals den Schwerpunkt auf jüdische Literatur und Musik legt. Am Abend (19 Uhr) folgt die Buchpräsentation von „Margarete“ des Freiburger Autors Matthias Brandis. In seinem neuen Werk erzählt Brandis die Geschichte seiner Mutter Margarete, einer Jüdin, die während der Nazi-Diktatur in Deutschland lebte. Das Gespräch mit den Buchhändler:innen Susanne Bader und Björn Siller verspricht einen berührenden Einblick in das Leben und Leiden jüdischer Familien im Nationalsozialismus.

Junge Stimmen und interreligiöse Perspektiven

Nach zwei Tagen, die vor allem die historische Verantwortung thematisieren, richten sich die letzten beiden Abende auf die Gegenwart und Zukunft jüdischer Literatur. Am Mittwoch, 21. Januar 2026, ist Dana von Suffrin zu Gast – eine der herausragenden jungen jüdischen Autorinnen und Herausgeberinnen. Ihr Auftritt bietet einen Einblick in aktuelle literarische Diskurse und jüdische Identität heute.

Der Abschluss am Donnerstagabend (22. Januar, 19 Uhr) ist eine besondere Einladung zur interreligiösen Verständigung: Ahmad Milad Karimi, Religionsphilosoph und Islamwissenschaftler, stellt sein Buch „Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung“ vor. Damit wird der Blick über die jüdische Literatur hinaus erweitert und der Dialog zwischen Kulturen gefördert.

Die Jüdischen Literaturtage der Buchhandlung zum Wetzstein sind damit ein starkes Statement der Freiburger Indie-Buchhandlung, denn sie entstehen nicht etwa durch Fördermittel, sondern vielmehr aus der persönlichen Überzeugung und zugleich dem großen Engagement der Inhaberin sowie der Mitarbeitenden. Für euch als Literaturfans heißt das: ein intensives, facettenreiches Programm mit viel Herz und Haltung.

Was sind eure Erwartungen an die Jüdischen Literaturtage Buchhandlung 2026? Welche Autor:innen oder Themen würdet ihr gerne live erleben? Schreibt uns eure Meinung!

Wusstest du schon?

… dass die Literaturtage bewusst interreligiöse Perspektiven einbeziehen?
Ein Programmpunkt ist ein Gespräch und eine Lesung mit Ahmad Milad Karimi zu seinem Buch Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung. Diese Kombination von literarischer Auseinandersetzung und interkulturellem Austausch ist ungewöhnlich – und zeigt, wie Literatur Brücken zwischen Glaubenswelten baut.

… dass bei den Jüdischen Literaturtagen Autor:innen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen eingeladen werden?
Das Programm bringt etablierte Schriftsteller wie Matthias Brandis mit jüngeren literarischen Stimmen wie Dana von Suffrin zusammen. Neben ihren Werken sprechen sie auch über persönliche Erfahrungen, Schreibprozesse und das Leben als Autor:innen in Deutschland – Perspektiven, die in klassischen Buchveranstaltungen nur selten Raum bekommen.

Kommentar verfassen