Hell is Us, GreedFall 2 & Co.: Diese Spiele zittern jetzt um ihre Zukunft

Habt ihr euch in den letzten Tagen auch schon riesig auf kommende Rollenspiele und rasante Rennaction gefreut? Aktuell braut sich jedoch ein gewaltiger Sturm über der gesamten Gamingwelt zusammen, der etliche heiß ersehnte Titel plötzlich in ein extrem bedrohliches und dunkles Licht rückt.

Hell is Us, GreedFall 2 & Co.: Diese Spiele zittern jetzt um ihre Zukunft

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Werfen wir also gemeinsam einen genauen Blick in das dunkle Auge dieses finanziellen Orkans. Eigentlich wollten wir an dieser Stelle voller Vorfreude über bevorstehende Veröffentlichungen und fantastische Gameplayvideos plaudern. Doch die unbarmherzige Realität hat die bunte Pixelwelt knallhart eingeholt. Ein überaus bekannter Publisher mit zahlreichen talentierten Studios unter seinen Fittichen ist völlig unerwartet in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Millionen schwerer Kredite und blockierende Banken haben ein Kartenhaus zum Einsturz gebracht, das nun all eure geliebten Fortsetzungen unter sich begraben könnte. Wir verraten euch nun, wie es zu diesem dramatischen Beben kam und welche großen Hoffnungen jetzt auf wackeligen Beinen stehen.

Ein unerwarteter finanzieller Absturz

Wie konnte ein derart großes Unternehmen so abrupt in die Knie gehen? Der bekannte Publisher Nacon beheimatet stolze sechzehn Entwicklerstudios und versorgt uns seit Jahren mit spannenden Titeln. Die Ursache für das aktuelle Fiasko liegt jedoch beim Mutterkonzern Bigben Interactive. Dieser Großaktionär konnte eine gewaltige Kreditrückzahlung in Höhe von dreiundvierzig Millionen Euro schlichtweg nicht leisten.

Die beteiligten Banken weigerten sich völlig überraschend, auf entsprechende Zahlungsaufforderungen zu reagieren. Daraufhin musste Nacon den Handel mit den eigenen Aktien umgehend aussetzen und offiziell die Insolvenz anmelden. Nun liegt das Schicksal der unzähligen Angestellten in den Händen eines französischen Gerichts. Die Verantwortlichen bitten dort aktuell um Erlaubnis für eine weitreichende Schuldenumstrukturierung, um den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Stimmen die Richter Anfang März zu, erhalten die krisengeschüttelten Entwickler eine rettende Atempause von bis zu achtzehn Monaten.

Zittern um die größten Hoffnungen

Besonders bitter ist dieses Erdbeben aufgrund des absolut katastrophalen Timings. Eigentlich wollte der Publisher am vierten März auf dem hauseigenen Event namens Nacon Connect brandneue Einblicke in kommende Projekte gewähren. Viel dramatischer trifft es jedoch das heiß erwartete Rollenspiel GreedFall zwei, dessen finale Version eins null eigentlich am zwölften März in den Regalen stehen sollte. Ob dieser Termin nun wirklich gehalten werden kann, steht aktuell in den Sternen.

Aber auch andere vielversprechende Marken bangen nun um ihre weitere Existenz oder die dringend benötigte Pflege durch Updates. Titel wie Hell is Us, rasante Fahrten in Test Drive Unlimited oder die knallharte Action in RoboCop hängen plötzlich in der Schwebe. Selbst erst kürzlich veröffentlichte Spiele wie Styx Blades of Greed könnten künftig ohne jegliche Unterstützung dastehen. Wir drücken den talentierten Entwicklern fest die Daumen, dass sie diese bedrohliche Krise unbeschadet überstehen.

Wusstet ihr schon?

  • Das betroffene Unternehmen Nacon wurde ursprünglich im Jahr 2014 von Bigben Interactive als reine Marke für Gaming Zubehör gegründet und erst viel später zu einem riesigen eigenständigen Publisher umgebaut.
  • Der überaus erfolgreiche erste Teil von GreedFall stammte von dem französischen Entwicklerstudio Spiders, welches im Jahr 2019 von Nacon komplett aufgekauft wurde und sich über mehr als zwei Millionen verkaufte Einheiten des Rollenspiels freuen durfte.
  • Der krisengeschüttelte Mutterkonzern Bigben Interactive stammt ebenfalls aus Frankreich und begann seine lange Unternehmensgeschichte bereits im Jahr 1981 mit dem einfachen Vertrieb von diversen elektronischen Produkten.
  • Das aktuelle französische Insolvenzverfahren zur Schuldenumstrukturierung ermöglicht es den betroffenen Firmen ihren normalen Geschäftsbetrieb vorerst weiterzuführen während sie gleichzeitig nach einer rettenden Lösung für die blockierenden Banken suchen.

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