Harper Collins UK beendet Zusammenarbeit mit David Walliams

Der britische Kinderbuchautor David Walliams wird keine neuen Bücher mehr bei HarperCollins UK veröffentlichen. Der Verlag reagiert auf Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens, die Walliams zurückweist. Die Entscheidung sorgt für Diskussionen unter Fans und in der Buchbranche.

Harper Collins UK beendet Zusammenarbeit mit David Walliams

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HarperCollins UK und David Walliams, eines der erfolgreichsten Gesichter der britischen Kinderbuchszene, gehen künftig getrennte Wege. Die Entscheidung folgt auf Vorwürfe gegen den Autor, die sowohl in der Community als auch in der Buchbranche intensiv diskutiert werden.

Warum endet die Zusammenarbeit zwischen HarperCollins UK und David Walliams?

HarperCollins UK hat nach eigener Aussage nach „sorgfältiger Überlegung“ und unter neuer Geschäftsführung entschieden, keine neuen Bücher von David Walliams mehr zu veröffentlichen. Auslöser waren Recherchen der britischen Zeitung The Telegraph. Darin thematisierte man Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber jungen Frauen. Der Verlag nennt diese Vorwürfe offiziell nicht als direkten Grund. Stattdessen betont HarperCollins, dass das Wohlergehen der Mitarbeitenden und der Community oberste Priorität habe.

David Walliams, bekannt durch die Sketchserie Little Britain sowie erfolgreiche Kinderbücher wie The Boy in the Dress und Gangsta Granny, weist die Vorwürfe entschieden zurück. Ein Sprecher des Autors erklärte, Walliams sei nach eigenen Angaben nie von HarperCollins über konkrete Anschuldigungen informiert worden. Außerdem habe er keine Gelegenheit erhalten, sich im Rahmen einer möglichen Untersuchung zu äußern.

Was bedeutet die Trennung für Fans und die Buchbranche?

Die Nachricht kommt für viele Fans überraschend, da David Walliams als einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren Großbritanniens gilt. Seine Werke wurden vielfach adaptiert und begeistern jüngere Leser:innen weltweit. Die Trennung wirft grundlegende Fragen zum Umgang mit dem Werk eines Autors auf, wenn dieser mit persönlichen Vorwürfen konfrontiert ist. Im Zentrum der Diskussion steht, ob sich Werk und Autor:innen klar voneinander trennen lassen.

Zudem diskutierte man, welche Folgen solche Verlagsentscheidungen haben können. Dabei geht es vor allem um internationale Buchausgaben, Lesungen und die Sichtbarkeit in Buchhandlungen. Konkrete Auswirkungen auf internationale Veröffentlichungen oder Veranstaltungen sind bisher jedoch nicht bekannt, da dazu keine weiteren Informationen vorliegen.

Hintergrund: Vorwürfe und bisherige Auffälligkeiten

Die Vorwürfe gegen David Walliams kamen durch Investigativ-Recherchen an die Öffentlichkeit. Ehemalige Mitarbeitende berichteten, dass sie stets zu zweit mit dem Autor arbeiten sollten und nicht allein zu ihm nach Hause gehen sollten. Zudem sorgte Walliams im Sommer 2025 für Aufsehen, als er während einer TV-Aufzeichnung zweimal den Hitlergruß zeigte – eine Geste, die im Publikum für Empörung sorgte.

Walliams weist alle Anschuldigungen zurück und betont, nie über Vorwürfe informiert worden zu sein. Der Verlag spricht von einer Entscheidung, die unter Berücksichtigung des Wohlergehens aller Beteiligten getroffen wurde.

Für die Community und Buchbranche bleibt die Frage offen: Wie geht ihr mit solchen Fällen um? Trennt ihr Werk und Autor oder beeinflussen solche Vorwürfe eure Lese- und Kaufentscheidungen?

Wusstet ihr schon?

Der Verlag HarperCollins UK zählt zu den größten Buchverlagen weltweit und hat Bestsellerautor*innen wie Philip Pullman und George R. R. Martin unter Vertrag, doch nach der Übernahme von Vorwürfen gegen David Walliams hat das House keine neuen Titel des Autors mehr angekündigt.

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