Wenn euch bei längeren Gaming-Sessions das leise Surren der PS5 langsam in den Wahnsinn treibt, seid ihr nicht allein. Genau dieses Problem brachte einen Nutzer dazu, seine Konsole komplett neu zu denken. Statt sich mit Lüftergeräuschen oder Spulenfiepen abzufinden, entschied er sich für einen ungewöhnlichen Schritt: Wasserkühlung – und zwar richtig. Das Ergebnis ist eine PS5, die praktisch nicht mehr zu hören ist.
Wenn die PS5 zu laut wird
Die PlayStation 5 steht mittlerweile in unzähligen Wohnzimmern. Leistung, Ladezeiten und Spieleangebot stimmen – doch bei Design und Lautstärke scheiden sich die Geister. Besonders das Spulenfiepen und der große Lüfter sorgen bei einigen von euch für Stirnrunzeln, vor allem bei längerer Laufzeit.
Sony hat die Konsole bewusst großzügig dimensioniert, um Hitze zuverlässig abzuleiten. Das funktioniert technisch gut, bringt aber eben auch Geräusche mit sich. Während manche das kaum wahrnehmen, empfinden andere es als dauerhafte Störung. Genau hier setzte der Modder an – nicht aus Not wegen Überhitzung, sondern aus dem Wunsch nach maximaler Ruhe.
Ein Umbau ohne Netz und doppelten Boden
Statt seine eigene Konsole zu riskieren, kaufte der Gamer eine gebrauchte PS5. Cleverer Schachzug: günstiger, kein Garantieverlust und weniger Herzklopfen beim Schrauben. Anschließend wanderte die Konsole nicht zurück ins Regal, sondern direkt in ein PC-Gehäuse.
Dort ersetzte eine offizielle Wasserkühlung für die PS5 den serienmäßigen Lüfter. Kostenpunkt: rund 800 Euro. Ja, das ist mehr als viele von euch für die Konsole selbst bezahlt haben. Dafür verzichtete der Nutzer sogar auf das sonst übliche Flüssigmetall – die Kühlleistung des Systems machte es schlicht überflüssig.
Wasserkühlung statt Heißluft
Das Prinzip kennt ihr aus dem PC-Bereich: Wasser nimmt Wärme effizient auf und transportiert sie leise zu Radiatoren. Genau das passiert jetzt auch bei dieser PS5. Die Hitze wird zuverlässig abgeführt, ohne dass ein Lüfter permanent aufdrehen muss.
Laut Aussage des Nutzers läuft die Konsole nun „absolut flüsterleise“. Kein Spulenfiepen, kein Rauschen – nur noch das Spiel selbst. Gerade in ruhigen Szenen oder bei nächtlichen Sessions ein enormer Komfortgewinn. Technisch funktioniert alles einwandfrei, das Mainboard erkennt die Kühlung korrekt, und die Temperaturen bleiben weit unter kritischen Werten.
Beeindruckend – aber nichts für jeden
So faszinierend der Umbau ist, er bleibt ein Einzelstück. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es nicht, und selbst mit Erfahrung ist das Projekt alles andere als trivial. Platzbedarf, Kosten und Bastelaufwand sind hoch – von der Garantie ganz zu schweigen.
Für die meisten von euch dürfte das eher Inspiration als Bauanleitung sein. Der Mod zeigt aber eindrucksvoll, was möglich ist, wenn man bereit ist, Konventionen über Bord zu werfen. Die PS5 muss nicht laut sein – sie kann auch schnurren wie eine Katze im Winterschlaf.

Fazit: Luxuslösung gegen Konsolenlärm
Eine wasserkühlte PS5 ist keine sinnvolle Sparmaßnahme und sicher kein Massenphänomen. Aber sie ist ein Statement. Gegen Lärm, gegen Standarddesigns und für kompromisslose Ruhe. Wenn ihr also schon immer wissen wolltet, wie leise eine Konsole wirklich sein kann: Diese Antwort fließt – im wahrsten Sinne des Wortes – durch Schläuche und Radiatoren.
Wusstet ihr schon?
- Spulenfiepen entsteht durch mechanische Schwingungen in elektronischen Bauteilen und kann selbst bei technisch einwandfreier Hardware auftreten.
- Die PlayStation 5 nutzt ab Werk Flüssigmetall zur Kühlung des Prozessors – ein untypischer, aber sehr effizienter Ansatz für Konsolen.
- Wasserkühlungen wie die von EKWB stammen ursprünglich aus dem PC-Enthusiasten-Bereich und sind auf maximale Laufruhe ausgelegt.
- Durch den Umbau in ein PC-Gehäuse entfällt der große Serienlüfter der PS5, der maßgeblich für Größe und Lautstärke verantwortlich ist.



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