Wenn ihr dachtet, ihr kennt die Grenzen moderner Crime-Serien bereits, dann solltet ihr jetzt genauer hinsehen. Mit der vierten Staffel von Mayor of Kingstown hat Serienmacher Taylor Sheridan einen neuen Rekord aufgestellt – und zeigt, warum sein Name mittlerweile für kompromisslose Qualität steht.
100 Prozent bei Rotten Tomatoes – ein seltener Meilenstein
Die vierte Staffel von „Mayor of Kingstown“ hat etwas geschafft, das selbst hochgelobten Serien nur selten gelingt: 100 Prozent Zustimmung bei Rotten Tomatoes. Zwar basiert die Wertung bislang auf fünf Kritiken, doch der Sprung im Vergleich zu früheren Staffeln ist enorm. Staffel eins startete mit nur 33 Prozent, Staffel zwei kam auf 50 Prozent, Staffel drei bereits auf starke 86 Prozent.
Auch beim Publikum kommt die neue Staffel besser an als zuvor. Die Zuschauerwertung liegt aktuell bei 76 Prozent, basierend auf über 50 Bewertungen. Kritiker loben vor allem den geschärften Fokus, das straffere Storytelling und die spürbar höhere emotionale Intensität. Kurz gesagt: Die Serie weiß jetzt ganz genau, was sie sein will – und zieht das konsequent durch.
Warum Staffel 4 von „Mayor of Kingstown“ so gut funktioniert
Statt das Rad neu zu erfinden, verstärkt Staffel 4 genau jene Elemente, die „Mayor of Kingstown“ auszeichnen. Die Bedrohungen wirken persönlicher, die Korruption allgegenwärtiger und die Spannung beinahe unerbittlich. Die düstere Grundstimmung bleibt erhalten, fühlt sich aber kontrollierter und zielgerichteter an.
Viele Kritiken bezeichnen die vierte Staffel sogar als die bislang stärkste der gesamten Serie. Die Figuren handeln überlegter, Konflikte eskalieren schneller und nichts wirkt mehr wie bloße Wiederholung. Taylor Sheridan beweist hier, dass Weiterentwicklung nicht bedeutet, lauter oder größer zu werden – sondern präziser.
Mike McLusky verliert die Kontrolle
Im Zentrum steht erneut Mike McLusky, gespielt von Jeremy Renner. In Staffel 4 gerät seine fragile Kontrolle über Kingstown ins Wanken. Nach dem Rückzug der Russen entsteht ein Machtvakuum, das neue Akteure nutzen wollen. Ein eskalierender Bandenkrieg zwingt Mike zu drastischen Entscheidungen, um die Stadt vor dem völligen Chaos zu bewahren.
Gleichzeitig wird die Bedrohung persönlicher: Menschen aus seinem engsten Umfeld geraten stärker denn je ins Visier. Mike muss sich nicht nur äußeren Feinden stellen, sondern auch den Konsequenzen seiner eigenen Vergangenheit – ein Konflikt, der der Staffel zusätzliche Tiefe verleiht.
Verstärkung im Cast und Sheridans Serien-Imperium
Für frischen Wind sorgt Edie Falco, die als neue Gefängnisdirektorin Nina Hobbs zur Serie stößt. Ihre kompromisslose Art kollidiert direkt mit Mikes Methoden. Zudem kehrt Lennie James als Gangster Frank Moses zurück.
„Mayor of Kingstown“ ist eine von insgesamt acht Serien, die Taylor Sheridan für Paramount+ entwickelt hat. Dass er nur noch bis 2028 exklusiv für den Dienst arbeitet, verleiht dieser Erfolgsphase zusätzlichen Nachdruck. Wenn ihr wissen wollt, wie kompromisslos gutes Crime-Drama aussehen kann, ist diese Serie aktuell kaum zu schlagen.
Wusstet ihr schon?
- Die 100-Prozent-Wertung bei Rotten Tomatoes basiert zwar „nur“ auf fünf Kritiken, ist aber trotzdem bemerkenswert: Viele Serien verlieren im Laufe ihrer Staffeln an Zustimmung – „Mayor of Kingstown“ hat sich dagegen von 33 % in Staffel 1 kontinuierlich gesteigert.
- Außerdem interessant: Serienmacher Taylor Sheridan ist für Paramount+ extrem wichtig. Neben „Mayor of Kingstown“ verantwortet er unter anderem auch „Yellowstone“, „Tulsa King“ und „Landman“. Bis mindestens 2028 bleibt er exklusiv an den Streamingdienst gebunden.



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