Die Xbox, wie wir sie kennen, ist tot: Das ist Microsofts neuer Plan

Erinnert ihr euch an das wohlige Summen eurer Lieblingskonsole an einem regnerischen Sonntagnachmittag? Genau dieses Gefühl könnte bald ein Relikt der Vergangenheit sein. Ein gigantisches Beben erschüttert die Gamingwelt und rüttelt an den Grundfesten unserer geliebten Wohnzimmerunterhaltung.

Die Xbox, wie wir sie kennen, ist tot: Das ist Microsofts neuer Plan

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Wenn ihr jetzt mit etwas Wehmut an eure treue Kiste unter dem Fernseher denkt, seid ihr exakt auf der richtigen Spur. Denn bei Microsoft Gaming blieb gestern Nacht buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Der ewige Xboxkapitän Phil Spencer musste das Steuer völlig überraschend abgeben und verlässt das Unternehmen. Er nimmt die bisherige Managerin Sarah Bond direkt mit von Bord. Stattdessen schwingt ab sofort Asha Sharma das Zepter. Sie bringt eine frische Prise Künstliche Intelligenz in die oberste Vorstandsebene und berichtet nun direkt an Satya Nadella. Zusammen mit Matt Booty als neuem Inhaltschef soll sie den schwerfälligen Dampfer nach etlichen Studioschließungen wieder auf Kurs bringen. Doch was bedeutet diese rasante Neubesetzung für euch und eure gemütlichen Spieleabende auf dem Sofa? Macht euch auf einige massive Überraschungen gefasst.

Der bittere Abschied von der Hardware

Jahrelang glich der ewige Konsolenkrieg einem hitzigen Tennismatch zwischen großen Konkurrenten. Doch anstatt weiterhin kräftig aufzuschlagen, hat der Konzern seinen Schläger offenbar heimlich in die dunkle Ecke gestellt. Trotz gewaltiger Einkaufstouren und dem teuren Einverleiben riesiger Entwicklerstudios wie Activision blieben die erhofften Marktanteile ein absoluter Traum. Die aktuellen Maschinen blieben deutlich hinter den finanziellen Erwartungen zurück, während die Preise für Abonnements stiegen. Kritische Beobachter unken bereits lautstark, Microsoft folge zielstrebig dem traurigen Weg von Sega und verabschiede sich bald ganz aus dem Hardwaregeschäft.

Um das Ruder herumzureißen, hat Asha Sharma direkt drei neue strategische Säulen ausgerufen. Ihre zweite Säule lautet zwar überaus klangvoll auf die große Rückkehr der Marke. Allerdings solltet ihr euch dabei keinesfalls eine klassische Konsole aus Plastik und Metall vorstellen. Die magische Kiste wird stattdessen kurzerhand zu einem digitalen Service umgewandelt. Egal ob portables Gerät, smarter Fernseher oder das schicke Display in eurem Auto, bald zockt ihr eure Titel völlig unabhängig vom Ort. Die kostspielige Entwicklung einer eigenen Hardware scheint damit zugunsten einer wolkigen Zukunft endgültig beerdigt zu sein.

Menschliche Kunst statt maschinellem Einheitsbrei

Bei einer neuen Geschäftsführerin mit starkem Hintergrund in maschinellem Lernen schrillen bei vielen Spielern verständlicherweise sofort alle Alarmglocken. Werdet ihr bald nur noch mit generischen Leveln, automatisierten Dialogen und seelenlosen Aufgaben abgespeist? Sharma gibt in ihrer dritten strategischen Säule glücklicherweise eine erstaunlich klare Entwarnung. Sie betont ausdrücklich und unmissverständlich, dass großartige Spiele auch in Zukunft von echten Menschen erschaffene Kunstwerke bleiben müssen. Die Qualität der Unterhaltung steht für sie laut eigener Aussage an allererster Stelle.

Die neue Führungsmannschaft will den hart umkämpften Markt keinesfalls mit billigem und lieblosem Quellcode fluten, nur um schnelle Gewinne für die Aktionäre abzugreifen. Moderne Technologie soll künftig lediglich als nützliches Werkzeug dienen, um kreative Köpfe bei der Umsetzung ihrer wildesten Ideen zu unterstützen. Ob diese noblen Versprechen am Ende wirklich eure digitale Unterhaltung spürbar bereichern, wird die unerbittliche Zukunft zeigen müssen. Fest steht aktuell nur eines ganz sicher: Von dem nostalgischen Traum einer völlig neuen physischen Spielestation müsst ihr langsam aber sicher endgültig Abschied nehmen.

Wusstet ihr schon?

  • Der Name der allerersten Konsole von Microsoft basierte ursprünglich auf der verwendeten Grafikschnittstelle, weshalb der berühmte dicke Kasten in der frühen Entwicklung schlicht DirectX Box genannt wurde.
  • Der japanische Spieleentwickler Sega zog sich bereits im Jahr 2001 komplett aus dem lukrativen Hardwaremarkt zurück, nachdem die hauseigene Dreamcast grandios gescheitert war, und exakt dieses traurige Schicksal prophezeien kritische Stimmen nun auch dem amerikanischen Riesen.
  • Der Konzern aus Redmond legte für den massiven Aufkauf des Publishers Activision Blizzard die unglaubliche Summe von fast neunundsechzig Milliarden US Dollar auf den Tisch, obwohl diese gigantische Investition bisher noch nicht zu der erhofften Marktdominanz geführt hat.
  • Die neue Vorstandschefin Asha Sharma war vor ihrer steilen Karriere bei Microsoft unter anderem als Führungskraft bei dem bekannten Meta Konzern tätig, wo sie sich intensiv mit sozialen Netzwerken sowie maschinellem Lernen beschäftigte.

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