Der bekannte Manga-Künstler Yōichirō Tanabe hat für Aufsehen gesorgt, nachdem er ein KI-bearbeitetes Bild einer STU48-Idol veröffentlicht und sich nun dafür entschuldigt hat. Was steckt hinter dem Vorfall, der nicht nur die japanische Idol-Community, sondern auch Fans weltweit beschäftigt?
Yōichirō Tanabe entschuldigt sich für KI-verändertes Bild von Riko Kudō
Der Manga-Künstler Yōichirō Tanabe, bekannt unter anderem für seine Werke „Sashiko+48Group 4-Koma Gekijō YonPachi+“ und „Dol Wota Never Die“, hat sich am Montag öffentlich für einen kontroversen Post auf seinem X-Account (ehemals Twitter) entschuldigt.

Am vergangenen Samstag hatte er ein Bild von Riko Kudō, einem Mitglied der Idol-Gruppe STU48, mit einer KI-Bildbearbeitungsfunktion verändert und auf der Plattform geteilt. Das Originalfoto zeigte Kudō in einem weißen Kleid, die KI-Version zeigte sie mit einem Schal und einem weißen Bikini.
Tanabe erklärte, dass er das bearbeitete Bild als Referenz für seine Manga-Arbeit nutzen wollte, aber die Aktion löste schnell Kritik aus. Er entfernte den Post umgehend und kündigte an, alle aktuellen Geschäftsbeziehungen mit der betroffenen Idol-Gruppe auszusetzen. In seiner Entschuldigung versprach Tanabe, in Zukunft sorgsamer mit solchen Inhalten umzugehen.
Reaktionen aus der Idol-Community und Management
Die Reaktion aus der STU48-Community ließ nicht lange auf sich warten. Riko Kudō selbst kommentierte Tanabes Post mit einer Reihe von Emojis, die Übelkeit und Unwohlsein ausdrückten. Eine klare Reaktion des Idols auf das KI-bearbeitete Bild. Auch andere Mitglieder wie Mai Nakamura äußerten sich kritisch und machten deutlich, dass derartige Inhalte nicht akzeptabel sind.
Das Management von STU48 veröffentlichte am Montag eine offizielle Stellungnahme. Darin wies man darauf hin, dass sowohl Fotos und Videos ohne Genehmigung als auch KI-generierte Inhalte, die auf den Mitgliedern basieren, auf sozialen Medien und anderen Plattformen verbreitet wurden. Das Unternehmen forderte die sofortige Löschung sämtlicher solcher Inhalte und kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten, falls man diese Aufforderung nicht befolgte oder ähnliche Inhalte erneut auftauchen.
Warum der Vorfall für Fans und die Fandom-Szene wichtig ist
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine aktuelle und sensible Debatte rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kultur- und Fandom-Welt. Gerade bei Idols, deren Bilder oft sehr geschützt und kontrolliert werden, stellt der Einsatz von KI-Tools eine neue Herausforderung dar. Für Fans bedeutet das nicht nur eine ethische Frage, sondern auch den Schutz der Persönlichkeitsrechte ihrer Lieblingskünstlerinnen.
In Deutschland und anderen Ländern verfolgt man diese Diskussion ebenfalls intensiv, denn KI-gestützte Bildbearbeitung wird immer zugänglicher. Die Sorge, dass man KI-Tools ohne Rücksicht auf Persönlichkeitsrechte oder künstlerische Integrität verwendet, wächst. Tanabes Entschuldigung und die Reaktion von STU48 zeigen, dass es hier klare Grenzen geben muss. Und dass Künstler und Fans gleichermaßen gefragt sind, verantwortungsvoll mit solchen Technologien umzugehen.
Da in den Quellen keine weiteren Details zu Tanabes konkreten Mangaprojekten oder einer direkten Verknüpfung des Vorfalls mit seinen aktuellen Veröffentlichungen genannt wurden, bleibt offen, wie sich dies langfristig auf seine Arbeit auswirkt. Fest steht jedoch: Der respektvolle Umgang mit Idols und deren Bildrechten ist ein Thema, das man auch in der Manga- und Anime-Community nicht ignorieren darf.
Wusstest du schon?
Die Agentur von STU48 hat erklärt, dass sie rechtliche Schritte gegen jede unerlaubte KI-Bearbeitung ihrer Mitglieder prüfen will. Das geht über die bloße öffentliche Kritik hinaus und zeigt, dass japanische Management-Agenturen zunehmend aktiv gegen unerlaubte AI-Verwendung vorgehen.



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